Die Entwicklung einer Mobile App ist kein Sprint, sondern ein Marathon. Was nach abgedroschener Phrase klingt, ist jedoch für den langfristigen Erfolg einer Mobile App essentiell. Mit dem App-Launch und dem Upload in die App Stores hat man natürlich schon ein paar der wichtigen Schritte gemacht. Um darüber hinaus jedoch langfristig erfolgreich zu sein, ist ein langer Atem notwendig. Im Folgenden erfahrt ihr, was für Tasks euch nach dem App-Release erwarten und wie ihr sie am besten angeht:

Mit App Marketing Reichweite vergrössern

Eine Mobile App kann eine grossartige Sache sein und einen wichtigen Teil zum Unternehmenserfolg beitragen. Bedingung dafür ist jedoch, dass überhaupt jemand davon erfährt.

Aus diesem Grund ist es wichtig, den App-Launch mit den passenden Marketing-Massnahmen zu begleiten und so für Aufmerksamkeit zu sorgen. Denn nichts ist frustrierender, als über Monate hinweg eine grossartige App zu bauen, die danach kaum genutzt wird.

Die optimale Art und Weise der Vermarktung eurer App ist natürlich stark abhängig vom Zweck eurer App, der Zielgruppe sowie dem Budget. Im Folgenden zwei Beispiele unserer Kunden:

LIstory – Liechtenstein Tourismus

Die LIstory-App führt Besucher des kleinen Landes an fast 150 historischen Highlights entlang dem Liechtenstein-Weg. Dabei handelt es sich um einen Wanderweg, auf welchem Touristen in wenigen Tagen die Geschichte Liechtensteins kennenlernen können. Eröffnet wurde er zum 300 Jahr-Jubiläum des Landes, mit welchem auch der App-Launch zusammenfiel.

Bei den Festlichkeiten wurde die App zusammen mit dem Wanderweg vorgestellt und den Nutzern nähergebracht. Die App wurde so ideal in die Kommunikationsmassnahmen eingebunden und hat in der Marketing-Strategie von Liechtenstein Tourismus weiterhin einen hohen Stellenwert. Ausserdem wird die App laufend optimiert und erweitert. So wird sichergestellt, dass die Investitionen in die App nicht einfach versanden sondern für anhaltendes Interesse sorgen.

FOOBY – Coop

Das Projekt FOOBY war für unseren Kunden Coop nie nur ein reines App-Projekt sondern eine gross angelegte Koch-Plattform, das neben der Mobile App noch ein Web-Portal umfasst. Kein Wunder, ging man die Vermarktung hochprofessionell an. FOOBY wurde seit Beginn stark beworben, um möglichst viele User zu gewinnen – und zu behalten. Neben diversen Online-Aktivitäten wie Banner- und Video-Anzeigen gibt es mittlerweile gebrandete Einkaufstaschen, Kochbücher, Kollaborationen mit Food-Bloggern, POS-Aktivitäten und vieles mehr.

App Optimierung mit Multi Channel Marketing

Quelle: werbewoche.ch

 

Mittlerweile gibt es in Lausanne sogar einen physischen FOOBY-Store:

Sentiment Analyse: User-Feedbacks ernst nehmen

Nachdem die App live ist und zum Launch hin genügend Aufmerksamkeit generieren konnte, beginnt Phase 2: Das Monitoring der User Sentiments. Denn schliesslich möchten wir mit unseren Apps nicht nur möglichst viele Menschen erreichen – im Idealfall gefällt ihnen die App auch. Gefallen Apps nicht, werden sie von den Usern sofort wieder gelöscht.

Um anhaltende Qualität sicherzustellen ist es wichtig, seinen Nutzern zuzuhören. Welche Features kommen gut an? Was für Bugs tauchen auf? Haben wir irgendwo inhaltliche Schwächen? Denn klar ist: Unabhängig davon, wie viel Research in eine App fliesst und wie viel getestet wird, zumindest Kleineres taucht immer auf.

Diese Optimierungspotentiale gilt es aufzunehmen und im nächsten Update zu berücksichtigen. Deshalb gilt: Mindestens die Bewertungen im App Store sowie im Play store müssen im Auge behalten werden. Best Practice ist ausserdem, Feedbacks jeweils zu beantworten. Ebenfalls hilfreich kann es sein, mittels eines Monitoring-Tools wie beispielsweise Hootsuite oder Google Alerts Meinungen auf Social Media-Plattformen sowie Erwähnungen im Web im Auge zu behalten.

Nun ist es jedoch leider so, dass man nur von den wenigsten Usern Feedback erhält:

Reversed Bell Curve App Marketing

Quelle: Apptentive

 

Studien zeigen, dass weniger als 1% der Nutzer tatsächlich bereit ist, von sich aus Feedback zur App abzugeben. Dies kann dazu führen, dass Reviews überbewertet und falsch gewichtet werden.

Dieses Problem lässt sich abschwächen durch Einfordern von User-Feedback, wofür es verschiedene Drittanbieter-Tools gibt. Eine weitere Möglichkeit ist das Anschreiben des E-Mail-Verteilers, falls für die App-Nutzung Mail-Adressen hinterlegt worden sind.

App up to date halten

Wenn bis hierher alles richtig gemacht wurde existiert nun also eine Liste mit Verbesserungsvorschlägen der realen App-Nutzer. Ausserdem entwickeln sich Betriebssysteme ständig weiter und neue Geräte mit anderen Screen-Grössen und Auflösungen erscheinen. Kurzum: Nur eine regelmässig aktuell gehaltene App ist eine gesunde App. Diesen Grundsatz gilt es zu verinnerlichen und das Thema entsprechend einzuplanen.

App Store Optimierung (ASO)

App Stores sind, gelinde gesagt, ein Haifischbecken. Im Google Play Store sind aktuell rund 2.7 Millionen Apps zum Download verfügbar, in Apple’s App Store sind es etwa 1.9 Millionen. Jede dieser Apps kämpft verzweifelt um die Gunst der Smartphone-User.

Klar ist, dass die App wie oben beschrieben mit klassischen Marketing-Massnahmen bekannt gemacht werden muss. Doch auch in den Stores selbst kann man einiges dafür tun, mehr Downloads zu generieren. Dazu muss man sich eines vor Augen führen: App Stores sind eigene, geschlossene Ökosysteme, welche nach vorgeschriebenen Regeln funktionieren. Der Prozess lässt sich mit der Suchmaschinenoptimierung (SEO) für Websites vergleichen. Denn schlussendlich sind App Stores auch einfach nur Suchmaschinen, in denen User nach Apps suchen. Faktoren wie das Naming der App, die Wahl der passenden Kategorie sowie eine fundierte Keyword-Recherche sind dabei von essentieller Bedeutung für die Sichtbarkeit und damit den Erfolg im App Store.

Der Vergleich mit SEO passt insofern auch wie die Faust aufs Auge, als dass auch App Store Optimierung eine langfristige Sache ist. Gewählte Keywords, Beschreibungen und Visualisierungen sollten daher regelmässig auf ihren Erfolg überprüft und gegebenenfalls angepasst werden. Auch dafür gibt es passende Tools von Drittanbietern. Alternativ kann man die laufende Optimierung auch an Experten übergeben.

Steter Tropfen höhlt den Stein

Die Entwicklung einer Mobile App ist eine Reise, welche nicht einfach endet, sobald die App live ist. Ohne konstante Aufnahme von User-Feedbacks, Veränderungen der technologischen Begebenheiten sowie eine klare Marketing- und ASO-Strategie ist langfristiger Erfolg nicht möglich.

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