Push Notifications sind für viele Apps zentraler Bestandteil und für uns User durchaus praktisch – vor allem, wenn sie personalisierbar sind. Was aber viele nicht wissen: Push Notifications kommen in unterschiedlichen Formen und manchmal sogar so, dass wir sie als User gar nicht wahrnehmen. Ein kleiner Exkurs in die Welt der App-Alerts.

Klassische Push-Notifications

Die bekannteste Form der Notifications ist die klassische Push-Nachricht, wie sie jede News-App mittlerweile anbietet. Dabei wird eine entsprechende Meldung über einen Server an die User der bestimmten Applikation gesendet. Dabei handelt es sich zwar für den User um ein simples Pop-up, dahinter steckt allerdings komplexe Programmierung, vor allem wenn sich die Notifikationen noch in unterschiedliche Themen oder Sprachen unterteilen lassen, die unabhängig voneinander abonniert oder ausgeschaltet werden können. 

Push-Notifications sind mittlerweile integraler Bestandteil vieler Apps. Dabei gibt es unterschiedliche Formen mit unterschiedlichem Ziel. Bild: unsplash, Jamie Street

Silent oder Background Notifications:

Diese sogenannten stillen Benachrichtigungen lösen beim User kein Pop-up, Geräusch oder eine anderweitige Nachricht aus, sondern werden im Hintergrund an die App gesendet. Wird die App gerade nicht aktiv genutzt, kann sie so «aufgeweckt» und mit neuem Inhalt versorgt werden, ohne dass dabei der User explizit informiert werden muss. Die App wird beispielsweise vom Server darüber informiert, dass es neue Updates gibt, aktualisierte Daten werden an die App geschickt oder anderweitige Informationen übertragen, die für das Funktionieren der App notwendig sind. Dass kann bei einer App für die Mitarbeitenden zum Beispiel das Aktualisieren der Intranet-Meldungen sein, die dann beim Öffnen der App angezeigt werden. 

Local Notifications:

Lokale Benachrichtigung sind in der jeweiligen App vorprogrammiert und werden durch einen Timer ausgelöst, ohne dabei die Verbindung zu einem Server zu benötigen. Es sind Informationen, die den User auf etwas hinweisen, das im Laufe der Nutzung passiert: Beispielsweise ein «Wir vermissen dich», wenn die App eine Woche lang nicht geöffnet wurde. Duolingo ist einer der App mit solchen Nachrichten, wenn man seine Lektionen für ein paar Tage arg vernachlässigt hat. Auch bei vielen Free-to-Play-Spielen kommt diese Art der Benachrichtigung zum Einsatz. Sie sorgen dafür, dass das Spiel entweder wieder in die Erinnerung des Users rückt, oder um mitzuteilen, dass der virtuell gepflanzte Kürbis jetzt geerntet werden kann.

Von Remindern, zu Infos oder News – Notifications erfüllen unterschiedliche Zwecke und werden durch unterschiedliche Trigger ausgelöst. Bild: Bitforge

Location und Geo-Location Based Notifications:

Gerade zu Hause durch die Tür gekommen? Die App weiss Bescheid und erinnert dich an deine To-Dos. Gerade in der Nähe von deinem Lieblingsladen und du hast die App davon auf deinem Handy? Eventuell poppt gerade eine Rabatt-Info auf. Die Notification wird also aufgrund des Aufenthaltsortes ausgelöst. Dabei unterscheidet man zwischen location based und geo-location based notifications. 

Location based bedeutet nichts anderes, als dass Personen in einem bestimmten Umkreis mit einer Nachricht informiert werden. FourSquare ist dabei eines der bekanntesten Beispiele. Auch Starbucks nutzt diese Art der Benachrichtigungen, um auf Aktionen und Specials in der Nähe hinzuweisen. Dabei werden die Empfänger*innen nach IP Adresse oder Wohnort ausgewählt. Der Auslöser liegt beim Sender.

Ganz anders hingegen bei Geo-location based Benachrichtigungen. Gerade in die Strasse eines neu eröffneten Starbucks eingebogen? Die App wird sich melden. Beim Flanieren in der Einkaufsstrasse nur zehn Minuten vom nächsten Lieblingsladen entfernt? Ein Pop-up könnte dich darauf hinweisen. Diese Benachrichtigungen werden Anhand des GPS oder sogenannter Bluetooth Low Energy Signale (BLE) deines Handys ausgelöst. Der User bewegt sich in den entsprechenden Radius des Senders und triggert den Auslöser – eine virtueller Stolperdraht sozusagen. Auslöser ist damit nicht der Sender, sondern die Empfänger*innen selbst. 

Ein paar weitere Beispiele für location based notifications gibt’s hier

Webseiten-Notifications

Mittlerweile bieten auch Webseiten die Möglichkeit zu Push-Notifications an. Sie sind entsprechend an den Nutzen einer bestimmten Seite gekoppelt und können von den Nutzenden entweder angenommen oder abgelehnt werden. Diese Art der Notifikation wird mittlerweile von allen gängigen Systemen erlaubt, wie Android, Mac oder Windows – nur bei iOS-Geräten wie dem iPhone ist das nicht möglich.  (Was sind Progressive WebApps? Mehr dazu hier.) 

Notifications bieten also unterschiedliche Möglichkeiten, um den User zum regelmässigen Nutzen der App anzuregen. Aber wie auch bei der App an sich gilt: Der Wurm muss dem Fisch schmecken, nicht dem Angler – und zu viele Push-Notifications können dazu führen, dass der User die App deinstalliert oder die Nachrichten ausschaltet. Daher sollte bei der Konzeption einer App immer auch die Frage nach möglichen (respektive nötigen) Push-Notifications berücksichtigt werden.  Mehr dazu demnächst in unserem nächsten Blogartikel zum Thema Benachrichtigungen.

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