Die Augmented Reality-Plattform “ARKit” von Apple ist bereits heute weit ausgereift. Die Plattform gibt App Entwickler eine solide Basis, um effizient Apps mit Augmented Reality-Inhalten zu kreieren. Die AR-Objekte lassen sich dann mit einem iPhone oder iPad sehr präzise in der realen Umgebung platzieren und erleben. Nun geht Apple aber noch einen Schritt weiter. Mit dem Release des neuen Betriebssystems iOS 13 im Herbst 2019 erscheint auch die neue Version des ARKits, die viele neue Features bietet. Das neue Toolkit ARKit 3 ermöglicht es App-Entwicklern auf menschliche Körper (People Occlusion) und deren Bewegungen (Motion Capturing) zu reagieren. In diesem Blog-Beitrag erfahrt ihr mehr über die neuen Features des ARKits 3. Davor gehen wir nochmals kurz und knapp darauf ein, was AR genau ist.

Augmented Reality Auto biegt um die Ecke auf einer realen Strasse

AR - was ist das genau?

Augmented Reality (AR) ist die computergestützte Erweiterung der Realitätswahrnehmung. Virtuelle Elemente (AR-Elemente) können in der eigenen realen Umgebung platziert werden und mit Hilfe eines Smartphones, Tablets oder einer AR-Brille können diese dann wahrgenommen werden. So könnt ihr beispielsweise, wie im Bild oben, euer gewünschtes Auto als virtuelles Objekt in Echtgrösse auf der Strasse vor eure Wohnung platzieren und prüfen, ob es euch gefällt. Unter den folgenden Links erfahrt ihr mehr über die Geschichte von AR und welche konkreten Anwendungsfälle es in diesem Bereich gibt.

AR Plattformen

Auf AR-Plattformen wie ARKit von Apple oder ARCore von Google können Augmented Reality Apps programmiert werden. Entwickler können so virtuelle Objekte generieren und über das Display eines Smartphones oder Tablets betrachten. Mit dem Release des iOS 13 wird im Herbst auch das bisherige ARKit von Apple erweitert. Mit dem neuen Toolkit ARKit 3 bietet Apple diverse zusätzliche Möglichkeiten für die Darstellung von AR-Inhalten, auf die wir nun detailliert eingehen.

Features des ARKits 3

Das neue ARKit 3 hat einen weiteren Meilenstein in der Augmented Reality-Technologie gesetzt. Um eine AR-App zu programmieren, könnt ihr mit Hilfe des ARKits 3 Bewegungen erfassen und auf AR-Elemente projizieren, AR-Elemente hinter reale Elemente stellen sowie von verbesserten Gesichtserkennungen und weiteren Features profitieren. Das folgende Youtube Video zeigt einige der Features auf, die das ARKit 3 neu bietet.

Motion Capture

Diese Funktion ermöglicht es euch menschliche Bewegungen auf AR-Elemente zu übertragen. Der Vorteil liegt darin, dass sich so AR-Figuren auf eine sehr realistische Art und Weise bewegen können. Des Weiteren könnt ihr in Echtzeit mit einer Kamera die Bewegungen eures eigenen Körpers auf die virtuelle Figur projizieren.

People Occlusion

AR-Erlebnisse sollen realistischer und immersiver werden. Zukünftig können AR-Elemente mit diesem Feature vor und hinter Menschen in der realen Welt platziert werden. Auch können sie Menschen umkreisen. Die Sicht auf sie wird dabei durch den Menschen, der dabei zwischenzeitlich vor dem AR-Element steht, verdeckt.

Face Tracking

Bisher konnte mit dem ARKit nur ein Gesicht erkannt werden. Mit dem neuen ARKit Face Tracking können bis zu drei Gesichter gleichzeitig getrackt werden. Damit die Gesichtserkennung konsistent bleibt, wird pro Gesicht eine ID vergeben. So kann die getrackte Person das Kamerabild unbeschwert verlassen und zu einem späteren Zeitpunkt wieder betreten, wobei das Gesicht wiedererkannt wird.  

Kollaborative Sessions

Im vorherigen ARKit 2 wurde eine Augmented Reality-Weltkarte eingeführt, damit Nutzer Schnappschüsse ihrer Umgebung mit anderen Nutzern teilen konnten. Mit dem neuen ARKit 3 können mehrere App-Entwickler kollaborativ diese Weltkarte erweitern. Dies ermöglicht ihnen AR-Erlebnisse zu entwickeln und in Echtzeit zu teilen, sowie zu beziehen.

Mit diesen neuen Features von ARKit 3 hat Apple einen weiteren Meilenstein für die Augmented Reality Technologie gelegt. Wir sind gespannt, wie sich AR weiterentwickelt, sobald das ARKit 3 verfügbar ist. Das Toolkit wird mit dem Release des Betriebssystems iOS 13 und iPadOS im Herbst 2019 verfügbar sein. Allerdings benötigt ihr ein Gerät mit einem A12-Chip oder neuer und eine TrueDepth-Kamera, um die neuen Features des ARKits 3 auszutesten. Diese Voraussetzungen erfüllen zur Zeit das iPhone XS und die neuen iPad Pros. Möchtet ihr mehr über die Features des neuen Betriebssystems der iPads erfahren? Der Blogartikel “Apple verkündet das iPadOS” verrät euch mehr darüber.