Bereits vor zehn Jahren hat Bitforge Augmented Reality Apps entwickelt. Seitdem hat die Technologie grosse Fortschritte gemacht und AR ist in unserem Alltag angekommen. Das liegt hauptsächlich daran, dass sich die Anwendungsmöglichkeiten nicht mehr nur auf Apps beschränken, die wir aus den jeweiligen Stores herunterladen und installieren müssen. Mittlerweile können AR-Funktionen direkt aus dem Browser genutzt werden, was das Anwendungsfeld entsprechend erweitert und die finanziellen Aufwände für Unternehmen drastisch senkt: Das sogenannte WebAR. Aber beginnen wir von vorne. 

Ohne App kein AR

Augmented Reality-Funktionen sind komplex. Dahinter liegen Algorithmen, welche Sensordaten in Echtzeit verarbeiten und für die Nutzung in AR Anwendungen aufbereiten. Ein Browser hat meist nicht die gleiche Performance wie eine native App und somit waren die Möglichkeiten für eine Anwendung via Browser lange beschränkt. Die ersten Applikationen – unter anderem von Bitforge – liefen daher auch über Apps, wie zum Beispiel Atelier Pfister, mit dem die User 3D Möbel und Einrichtungsgegenstände in der eigenen Wohnung platzieren konnten. Das war vor zehn Jahren! 

Atelier Pfister

Mit der App Atelier Pfister entwickelten wir eine AR-App, die es in der Schweiz so noch nicht gab. Darin liessen sich Produkte des Möbelhändlers in Augmented Reality in den eigenen vier Wänden platzieren.  

Ohne Marker kein AR

Später war es dann zwar möglich, Augmented Reality auch im Browser zu nutzen, doch auch da hielten sich die Optionen noch arg in Grenzen. Mittels sogenannter «Marker» konnten die User mit der Kamerafunktion vom Smartphone AR-Objekte anzeigen lassen oder Mini-Games starten. Allerdings war das immer an ein physisches Objekt gekoppelt. Ein QR Code, einer Karte oder einem entsprechend konfigurierten Gegenstand. Auch diese Entwicklung haben wir miterlebt. Ein Beispiel hier ist das Projekt ok.- Goal.

Bei ok.- goal dient der QR Code auf der Getränkedose als Marker zum Starten des AR-Games. Bild: Bitforge AG

Vorteile für die Kund*innen durch AR

Komplexere AR-Anwendungen im Web waren nach wie vor Wunschdenken. Bis das Unternehmen 8thwall einen Algorithmus entwickelte, um AR ins Web zu portieren und damit auch Funktionalitäten, die bislang AR in Apps vorbehalten war. 8thwall etablierte sich dann auch als Branchenprimus im Bereich WebAR und war lange Zeit entsprechend kaum zu umgehen, wenn man selbst ein AR-Projekt im Web umsetzen wollte. Mobility Car Sharing ist einer der Kunden von 8thwall und hat kürzlich eine App auf Basis deren Plattform publiziert.

AR für alle

Auch wir haben kürzlich unsere eigene, webbasierte AR-Plattform Yago lanciert. Damit lassen sich 3D-Modelle problemlos in jeden Online-Shop integrieren und per Smartphone in den eigenen Wänden platzieren. 

Und der nächste Schritt in der Entwicklung von AR (und auch Yago) steht mit WebXR bereits in den Startlöchern. WebXR ist eine offene Schnittstelle und wurde vom W3 Konsortium standardisiert – sie ist kostenlos und zugänglich für alle. Dabei ist die API nicht nur für Augmented sondern auch für Virtual Reality angedacht und somit ein ideales Eingangstor für die Zukunft des Metaverse im Web. Allerdings funktioniert sie erst auf Android, es wird aber gemunkelt, dass die Funktionalitäten ab dem neuen iOS-Upgrade ebenfalls für Apple-Geräte verfügbar sein werden. 

Wer ein Android-Gerät besitzt, kann in unserer WebXR Demo bereits ausprobieren, welche Möglichkeiten WebXR in Sachen AR bietet. Ein Beispiel: WebXR macht es möglich, mehrere AR-Objekte gleichzeitig in einem Raum zu positionieren. Ebenfalls lassen sich interaktive AR Anwendungen entwickeln, die derzeit noch nicht möglich sind. 

Die Modelle der pastZurich App wären in ihrer Grösse und Menge nicht mehr Webtauglich. Hier ist nach wie vor eine App nötig. Bild: Bitforge AG

Die Vorteile von WebAR

Nach wie vor hinkt die Webanwendung von WebAR zwar derjenigen einer App hinterher und ist noch nicht auf dem gleichen Level wie eine native App-Experience. Wer hohe Erwartungen an das Rendering der 3D-Objekte hat oder spezifische und umfangreiche Funktionalitäten benötigt, ist mit einer nativen App nach wie vor besser beraten. Doch WebAR hat Vorteile. Darunter die Integration von bestehenden Kundenprozessen, beispielsweise für Online Shops. Mit einer direkten Integration fällt der Pflegeaufwand für eine App weg – einer der grössten Kostentreiber. 

Auch sind die Hürden zur Nutzung für die Kund*innen geringer, als wenn eine App im Store heruntergeladen wird. Immer mehr Personen schätzen es, möglichst viel direkt im Browser erledigen zu können. Ein Beispiel ist der QR Code: Während früher noch eine App nötig war, um QR Codes zu lesen, ist die Funktion nun in jeder Handykamera integriert und hat den beinahe tot erklärten QR Codes plötzlichen neuen Aufschwung verliehen – und sind nun auch zentraler Bestandteil von WebAR.

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