Virtual Reality-Headsets ermöglichen es, vollkommen in eine computergenerierte Welt einzutauchen. Dazu benötigt man lediglich besagtes VR-Headset, auch VR-Brille genannt, und je nach Ausführung weitere Eingabegeräte, wie bspw. einen Controller. Da Virtual Reality eine Technologie mit starken Wachstumschancen ist, gibt es diverse grosse IT-Unternehmen wie Facebook, Sony und Co., welche ein Stück von diesem virtuellen Kuchen abhaben möchten. Deshalb wird der Markt regelrecht mit einer Vielzahl von VR-Brillen und Gadgets überschwemmt. Ihr wollt wissen, welches Virtual Reality-Gerät für euren Einsatzzweck am besten geeignet ist? Wir helfen euch bei der Evaluation. In diesem Artikel werden wir euch die grundlegenden Typen von VR-Brillen näherbringen und die marktführenden VR-Headsets miteinander vergleichen. Zuerst wollen wir aber nochmals das Einmaleins der Virtual Reality rekapitulieren.

Virtual Reality und die Immersion

Virtual Reality, kurz VR genannt, ist eine vom Computer erschaffene Welt, in die man eintauchen, sich bewegen und Aktionen vornehmen kann. Über die visuelle Darstellung, dem Ton und dem Tastsinn wird die virtuelle Umgebung wahrgenommen. Im Gegensatz zu Augmented Reality, in der man neben virtuellen Objekten seine reale Umgebung wahrnimmt, taucht man als Virtual Reality-Nutzer vollkommen in die virtuelle Umgebung ein. Dabei wird man in die virtuelle Welt eingebettet und das Gefühl einer neuer Realität entsteht. Dieser Effekt wird als Immersion bezeichnet. Virtual Reality wird in verschiedenen Bereichen eingesetzt, besonders aber wird die Technologie im Entertainment-Bereich und bei Simulationen genutzt.

Junger Mann spielt ein Virtual Reality Game.

Virtual Reality-Equipment

Um komplett in die virtuelle Welt eintauchen zu können und dabei ein Gefühl der Immersion zu erlangen, benötigt man das richtige Equipment. Mit der Verwendung einer VR-Brille kann man sich von der realen Welt abschotten und in die virtuelle Welt eintauchen. Die VR-Brille, auch Head-Mounted-Display genannt, ist mit zwei Displays, speziellen Linsen und einer Halterung für den Kopf ausgestattet. Es gibt unterschiedliche Arten von VR-Brillen. Einige müssen am Computer angeschlossen werden, andere funktionieren kabellos oder können mit einem Smartphone benutzt werden. Insgesamt gibt es 3 Typen von VR-Brillen: Tethered Head-Mounted-Displays, Untethered Head-Mounted-Displays und Smartphone-Based VR-Brillen.

  • Tethered Head-Mounted Displays: Diese Art von VR Brille wird mit einem Computer oder einer Konsole verbunden.
  • Untethered Head-Mounted Displays: Die Virtual Reality-Brille funktioniert kabellos und ohne Computer.
  • Smartphone-Based: Bei dieser Hardware muss vorne am Gerät ein Smartphone montiert werden. Das Smartphone dient in diesem Fall als Display.

Zusätzlich werden für die Interaktion mit der virtuellen Welt Eingabegeräte, wie beispielsweise eine 3D-Maus, ein Flystick, ein Datenhandschuh oder ähnliche Geräte benötigt. Auf dem Markt werden diverse VR-Brillen angeboten. Sie unterscheiden sich in der Qualität des Bildes, der Steuerung, im Preis und bei zusätzlich benötigter Hardware. Die wohl bekanntesten Anbieter sind Facebook (Oculus Headsets), HTC mit der HTC Vive, sowie Sony mit der Playstation VR.

Steuerung in der virtuellen Realität

Die Steuerung erfolgt je nach VR-Headset unterschiedlich, meist jedoch durch Körperbewegungen. Für die Steuerung in der Virtual Reality wird oft von den 6 Freiheitsgraden gesprochen. Eine Bewegungsfreiheit in beispielsweise 3 Freiheitsgraden ermöglicht es einem Nutzer seine Position entlang der X-, Y- und Z-Achse verändern, also sich nach links, rechts, vorne, hinten, oben und unten bewegen. Bietet eine VR-Brille alle 6 Freiheitsgrade kann das Sichtfeld zusätzlich mittels Rotationen um die eigene Achse verändert werden. Bei gewissen Headsets wird je nachdem noch ein externer Controller oder ein anderes Eingabegerät benötigt, um sich in der Virtual Reality zu bewegen. Damit Körperbewegungen in der virtuellen Welt wahrgenommen werden, benötigt man Sensoren. Diese übernehmen die Aufgabe des Trackings. Einige VR-Brillen haben diese Sensoren direkt in der Brille selber integriert. Bei anderen müssen externe Tracking-Stationen eingerichtet werden. Manche VR-Brillen sind zusätzlich mit einem “Eye-Tracking-System” ausgestattet, das dem Nutzer ermöglicht mittels Augenbewegungen sein Sichtfeld zu verändern.

Die sechs Freiheitsgrade illustriert

Virtual Reality-Headsets: Oculus und Vive

Nun stellen wir euch die marktführenden Virtual Reality-Headsets vor und vergleichen sie miteinander. Die Oculus Rift wurde 2012 angekündigt und war hauptsächlich für die Kategorie Gaming angedacht. Zwei Jahre darauf übernahm Facebook die Oculus VR. Seither sind weitere VR-Headsets von Oculus lanciert worden. Dazu zählen die Oculus Go, Oculus Rift S, sowie die Gear VR, die mit dem Samsung Galaxy-Smartphone in ein tragbares Virtual Reality-Headset verwandelt werden kann. Seit Mai 2019 ist nun auch die Oculus Quest erhältlich. Neben den Oculus VR-Headsets sind andere namhafte VR-Headsets, wie z. B. die HTC Vive, erhältlich. Dieses VR-Headset ist 2016 herausgebracht worden und zeichnet sich durch ähnliche Spezifikationen wie die der Oculus Rift aus. Im folgenden Abschnitt werden wir einen Überblick über die verschiedenen Oculus-Modelle und das HTC Vive-Headset geben.

Virtual Reality-Brille Oculus Go

Oculus Go

Die Oculus Go kam 2017 auf den Markt. Das Headset kann kabellos und ohne zusätzliches Smartphone verwendet werden. Unserer Meinung nach ist dies eine pragmatische und preiswerte Lösung.

Vorteile

Das Headset hat ein Gewicht von 468 g, sitzt bequem und verfügt über ein ansprechendes Design. Ausserdem bereichert eine grosse Inhaltsauswahl dieses Virtual Reality-Headset. Mit knapp 300 CHF für 64 GB und ca. 250 CHF für 32 GB Speicherplatz ist die Oculus Go die günstigste der in diesem Blogpost vorgestellten VR-Brillen.

Nachteile

Das Headset bietet nur 3 Freiheitsgrade. Das bedeutet, dass nur Bewegungen entlang der X-, Y- und Z-Achse möglich sind, Rotationen um die eigene Achse jedoch werden nicht erkannt. Ausserdem dauert die Ladezeit des Headsets sehr lange.

Junge Frau spielt Virtual Reality Games

Oculus Rift S

Der Verkaufsstart der Oculus Rift S war dieses Jahr im 2019. Sie ist der Nachfolger der Oculus Rift und funktioniert über einen Computeranschluss. Mittels Inside-out-Tracking und zwei Controllern kann dieses VR-Headset bedient werden.

Vorteile

Die Oculus Rift S bietet 6 Freiheitsgrade. Daher kann die VR-Brille neben dem Tracking auf der X-, Y- und Z-Achse auch Rotationen um die eigene Achse erkennen. Mit 415 g ist die Oculus Rift S die leichteste der hier aufgeführten VR-Brillen.

Nachteile

Ein Kritikpunkt der Oculus Rift S ist der Rückschritt beim Display. Obwohl die Auflösung sehr gut ausfällt, bietet das Headset nicht so gute Schwarz- und Farbwerte wie das Vorgängermodell Oculus Rift, die auf einen OLED-Bildschirm setzte. Mit einem Preis von knapp 500 CHF liegt sie deutlich über dem Preis der Oculus Go.

Junger Mann spielt ein Virtual Reality Game.

Oculus Quest

Die Oculus Quest wird seit dem Jahr 2019 verkauft. Das Virtual Reality-Headset funktioniert ohne Computeranschluss, denn die Software läuft direkt auf dem Gerät. Ausserdem werden keine externen Tracking-Stationen wie bei der HTC Vive benötigt.

Vorteile

Die Oculus Quest bietet 6 Freiheitsgrade und zeichnet sich durch das Guardian-System aus, das Wand- und Bodenmarkierungen in der Applikation anzeigt, sobald sich der User den von ihm definierten Grenzen nähert. Für den Einsatz an einer Messe ist dieses VR-Headset ideal geeignet. Die Einrichtung erfolgt schnell und kann ohne Computeranschluss verwendet werden. Des Weiteren bietet es eine grosse Inhaltsauswahl.

Nachteile

Mit einem Gewicht von 571 g ist die Oculus Quest das schwerste der hier aufgeführten Virtual Reality-Brillen. Sie kostet knapp 500 CHF für 64 GB Speicherplatz, knapp 600 CHF für 128 GB. Ein weiterer Kritikpunkt ist, dass das Headset mit keinen eingebauten Kopfhörern ausgestattet ist.

Junge Frau spielt mit der HTC Vive

HTC Vive

Die HTC Vive ist 2016 lanciert worden und ist ausgestattet mit einer drahtlosen Synchronisierung. Mittels Tracking-Abdeckung hat man einen 360°-Spielbereich mit einer Fläche von 3.5 x 3.5 m.

Vorteile

Die HTC Vive bietet 6 Freiheitsgrade, verfügt über ein eingebautes Mikrofon und eingebaute Lautsprecher. Regelmässige Software-Updates halten das Virtual Reality-Headset auf dem aktuellsten Stand. Präzise 360°-Controller und Headset-Tracking sorgen für realistische Bewegungen in der virtuellen Welt. Das Gewicht ist äquivalent zur Oculus Go mit 468 g.

Nachteile

Die HTC Vive kostet ca. 650 CHF und ist damit das teuerste Modell, das hier vorgestellt wird. Zudem dauert es eine Weile, bis das Virtual Reality-Headset eingerichtet ist und verwendet werden kann. Daher empfehlen wir dieses Headset nicht für den Einsatz an einer Messe, trotz des sehr genauen Trackings.

Fazit Virtual Reality-Headsets

Für uns zeigt sich das Virtual Reality-Headset Oculus Go als Game Changer. Sie ist eine pragmatische und preiswerte Zwischenlösung, die kabellos und ohne Verwendung eines zusätzlichen Smartphones gut funktioniert. Die neue Oculus Quest eignet sich ideal für Messen, denn es kann sofort eingesetzt werden, ohne dass zusätzliche Tracking-Stationen installiert werden müssen, wie dies bei der HTC Vive der Fall ist. Das Tracking ist ausreichend, jedoch nicht vergleichbar mit einem Tethered Headset oder zusätzlich verwendeten Tracking-Stationen. Ausserdem bietet das Virtual Reality-Headset Oculus Quest 6 Freiheitsgrade, dank denen die Immersion intensiver wahrgenommen werden kann. Bei Fragen oder weiteren Anmerkungen darfst du uns jederzeit kontaktieren. 

Interessiert ihr euch mehr für Augmented Reality-Headsets, erfahrt ihr im Blogbeitrag “Herzlichen Glückwunsch Microsoft zur Hololens 2” mehr über das AR-Headset Hololens 2.